Englisch lernen für Australien mit Rosetta Stone…

Zur Vorbereitung unseres Australienaufenthaltes suchte ich nach einem für mich geeigneten Weg, mein verstaubtes Schulenglisch wieder etwas aufzufrischen. Leider war ich nach kurzer Suche im Internet quasi erschlagen von dem riesigen Angebot an Sprachkursen, die mittlerweile angeboten werden. So richtig begeistern konnte mich leider anfangs kaum etwas. Am besten fand ich noch den Telekolleg Klassiker von Don Shan, den man entweder bei YouTube oder immer noch in den frühen Morgenstunden bei BR Alpha anschauen kann.

Aber zum täglichen Üben habe ich zusätzlich noch nach etwas anderem gesucht und bin dabei auf das Programm von Rosetta Stone gestoßen. Nachdem ich es mir angeschafft habe und damit schon seit einigen Wochen fast täglich trainiere, kann ich nur sagen, dass ich restlos begeistert bin. Rosetta Stone ist genau die Methode, nach der ich gesucht habe! Eine Software zum Sprachen lernen ganz einfach und innovativ. Ich war ehrlich überrascht wie schnell ich mit Rosetta Stone meine verschütteten Englischkenntnisse aufpolieren konnte und das mit richtig viel Spaß. Rosetta Stone verbindet Sprache mit Bildern und man lernt ganz intuitiv, wie einst die Muttersprache. Meinen Mann, der auch mit Rosetta Stone übt, hat anfangs gestört, dass es überhaupt keine Erläuterungen zur Grammatik gibt und auch keine Erklärungen auf Deutsch. Inzwischen hat sich das aber auch bei ihm gelegt, als er die ersten Erfolge hatte.

Durch jahrelangen drögen Englischunterricht in der Schule gelangweilt, setzt bei mir normalerweise sofort der “Gähnreflex” ein, wenn ich nur ein übliches Englischbuch mit Grammatikerklärungen aufschlage. Ganz ehrlich, wie viele Leute kennen die genauen Grammatikbezeichnungen im Deutschen, geschweige denn können diese jemand anderem erklären? Und trotzdem fällt es vielen von uns in unserer Muttersprache nicht schwer “der, die, das” oder “den und dem” richtig anzuwenden. Und so möchte ich es auch im Englischen können. Es interessiert mich nur am Rande, ob es sich nun um “Past Perfekt Simple” oder “Past Perfekt Progressive” handelt, wenn ich nur weiß, wie ich fragen kann, wo ich das nächste gute Restaurant finde.

Mir ist bewusst, dass jetzt alle Englischlehrer aufheulen werden, aber das ist mir gelinde gesagt egal. Ich kenne jede Menge Leute, die eigentlich sehr fundierte Kenntnisse z.B. durch einen Leistungkurs Englisch in der Schule haben und trotzdem unter einer immensen Sprechhemmung leiden. Es scheint sich dabei um ein vor allem in Deutschland weit verbreitetes Phänomen zu handeln. Ursache dabei ist meiner Meinung nach, die weitverbreitete Angst davor etwas falsch zu machen und sich damit der Lächerlichkeit preis zu geben. Wie herzerfrischend sind da Türken, Spanier und dergleichen, die mit wenigen Brocken Deutsch sich einfach so durchwurschteln.

Zugegeben lege auch ich inzwischen an mein Sprachniveau im Englischen etwas höhere Ansprüche und interessiere mich (oh welch Überraschung!) auch ab und an für die ein oder andere Grammatik, aber das ergibt sich mit der Zeit ganz automatisch.

Abschließend kann ich nur allen empfehlen, die wie ich früher nie besonders motiviert oder und nur mit mäßigen Erfolg Sprachen gelernt haben, jetzt ruhig mal einen Neustart zu wagen. Vielleicht ist auch für Sie jetzt genau der richtige Zeitpunkt gekommen, den das richtige Timing ist im Leben einfach alles!