Die Qual der Wahl

So, die Entscheidung war getroffen: wir kaufen eine Jolle. Nur welche? Das Angebot ist riesig und so toll kenne ich mich auch nicht aus. Ein paar Jollen hab ich zwar während der Segelausbildung am Chiemsee schon anschauen und teilweise segeln dürfen, aber viel schauer macht einen das auch nicht. Also Liste erstellt, eine Art Pflichtenheft, was ist uns wichtig und auf was können wir verzichten.

  • sie soll so groß sein, dass man sehr bequem zu zweit oder zu dritt  mit Freizeitzeugs segeln kann.
  • sie darf aber nicht zu groß und zu schwer sein, damit man das Teil zur Not auch alleine slippen kann.
  • sie soll durchaus schnell sein, aber nicht kippelig.

Außerdem stellt sich natürlich die Frage, ob man ein Boot neu kauft oder sich eine gebrauchte Jolle zulegt.
Mit der Liste geht der wissbegierige zukünftige Jollenbesitzer in diverse Internetforen, registriert sich und fragt den Fachmann/frau ein paar Löcher in den Bauch. Nach ein paar Wochen ist man dann schlau, aber so richtig schlau. Bei 30 Leuten hat schnell 35 fundierte Meinungen, jeder hat natürlich das beste Boot und alle anderen taugen maximal für den Einsatz als Boje. Ich war genervt. OK, evtl. war ich etwas naiv. Ich hoffte auf die ultimative Antwort, auf das Volksboot oder noch besser auf das Meinboot. Apropo Volksboot. Eine Bootstyp wurde oft erwähnt und zwar von den Jollenbesitzern aus den neuen Bundesländern, aus Mitteldeutschland, sprich von den Ossis: die Ixylon. Vorurteilsfrei gleich einmal angeschaut und siehe da, die passt. Größe, Gewicht usw. entsprechen genau unseren Vorstellungen und ganz wichtig: sie hat keinen zentralen Schwertkasten, sprich die Ixylon  hat gleich zwei. Für jeden einen, damit wir uns nicht streiten müssen. Nö, im Ernst. Eine Kimmschwertjolle hat einen großen Vorteil. Man hat Platz und die Turnübung über den Schwertkasten fällt weg.
Ganz spontan (nach mehreren Wochen) haben wir uns für eine Ixylon entschieden. Die gibt es zwar auch in drei Varianten, aber das war keine so große Entscheidung mehr. Die kleinste ist die Ixylon Family, die war uns zu poppelig. Die Größte ist die Ixylon Regatta, da war uns viel zu viel Gedöns drin. Einfach kein Platz mehr. Also die Mitte war richtig, die Ixylon Fun. Alles drin und dran, was der Segler so braucht. Die Qualität der Beschläge usw. passt.
Gegen eine gebrauchte aber gepflegte Ixylon ist nichts einzuwenden, also einfach mal zu eBay, in den Kleinanzeigen usw. nach einer gebrauchten Ixylon Fun umgeschaut. Die werden tatsächlich angeboten, jedoch kann man die Boote folgendermaßen einteilen: (1) alt und abgewrackt, noch aus DDR-Zeiten mit Plaste und Elaste, aber billig; (2) neuwertig, jedoch fast zum Preis eines Neubootes. Außerdem schauen die meisten einfach Scheiße aus. Warum muss man ein Boot in Fliederfarben bauen, oder in Orange? Die vereinzelten Angebote, die interessant waren, waren einfach zu weit weg.
Also… ein Neuboot muss her.

..bis später

Roland

Roland

Mein Name ist Roland und ich bin kein Reise- oder Foto-Blogger, sondern von Beruf Werbefotograf, der sehr gerne und so oft wie möglich verreist. Anfänglich mein Hobby zum Beruf gemacht, mache ich jetzt meinen Beruf zum Hobby und verbinde es mit meiner Reiselust. Am liebsten verreise ich mit der besten aller Hälften: meiner Frau Iris.

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